Workshops

Voraussetzung für die Teilnahme ist die separate Anmeldung.

Die Urodynamik ist die einzige Untersuchungsmethode, um die Pathophysiologie einer Harninkontinenz oder Blasenfunktionsstörung zu identifizieren. Ergänzend zu einer suffizienten Basisdiagnostik liefert sie die Information, die zu einer exakten Klassifikation von Funktionsstörungen des unteren Harntraktes benötigt wird. In diesem Kurs werden Ihnen Mitglieder des Arbeitskreises Urologische Funktionsdiagnostik und Urologie der Frau anhand von Impulsreferaten und interaktiven Kurven- bzw. Falldemonstrationen entscheidende Tipps und Tricks zur Vorbereitung, Durchführung, Fehlererkennung, strukturierten Auswertung und Interpretation urodynamischer Messungen geben. Dieser Kurs eignet sich zum Qualitätsnachweis im Rahmen einer Zertifizierung zum Kontinenz- und Beckenbodenzentrum.

 

Die anale Inkontinenz ist eine komplexe, oft multifaktorielle Funktionsstörung, die mit einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität einhergeht. Die Inzidenz nimmt grundsätzlich mit dem Alter zu mit einer – häufig unterschätzten – Prävalenz im Erwachsenalter von etwa 5%. Symptome und Schweregrade variieren sehr. Entsprechend bedarf es einer individuell angepassten Therapie. In diesem Workshop soll das therapeutische Spektrum der analen Inkontinenz, welches von primär konservativen Therapieansätzen bis hin zu verschiedenen operativen Behandlungsmöglichkeiten reicht, erläutert werden. Im Rahmen dessen wird auch die Therapiekaskade der postpartalen Analinkontinenz dargestellt, da der Geburtsprozess bei den erworbenen Ursachen der Stuhlinkontinenz der Frau nach wie vor als einer der potentesten Risikofaktoren angesehen wird.

 

Die Senkung von Gebärmutter und Scheide kann, z.B. bei Versagen der konservativen Methoden, operativ therapiert werden. Dabei spielt die apikale Fixierung eine zentrale Rolle. Historisch hat sich die operative Therapie über den vaginalen Zugangsweg entwickelt. Durch die Einführung von Interponaten sind auch abdominale Verfahren hinzugekommen, die mittlerweile in der Literatur als die effektivsten angesehen werden und heute überwiegend laparoskopisch durchgeführt werden. Die Sakropexie gilt noch als sogenannter „Goldstandard“ ist aber in den letzten 20 Jahren durch andere Verfahren mit alternativen Fixierungspunkten ergänzt worden. Dazu zählen die beidseitige ventro-laterale Suspension nach Dubuisson und die Pectopexie wie auch bi-laterale Sakropexietechniken. Darüber hinaus wurden in den letzten Jahren auch neue vaginale apikale Techniken vorgestellt. Im Fokus ist dabei zunehmend der Erhalt des Uterus. Die wissenschaftliche Basis ist noch sehr unterschiedlich, die Techniken bieten einen Alternativreichtum und eine Erweiterung des Therapie- ansatzes, den es einzuordnen gilt. In diesem Workshop sollen grundsätzliche Überlegungen zur apikalen Fixierung vermittelt und über OP-Videos und den direkten Austausch zwischen Tutoren und Teilnehmenden die einzelnen Verfahren, die Indikationsstellung und das Management von Komplikationen erläutert werden.

 

OP-Workshop für urogynäkologisch Interessierte, die im Rahmen eines Hands-on Trainings an Modellen Erfahrungen mit unterschiedlichen Operationsmethoden zur Behandlung der Beckenbodeninsuffizienz erlangen möchten. In der Form eines urogynäkologischen Zirkeltrainings werden Arbeitsplätze • für Knoten- und Nahttechniken, wie sie bei der laparoskopischen Sakro-, Kolpo-, Zerviko-, Hystero- und Pectopexie notwendig werden, • zur Einlage von Netzen im Bereich des kleinen Beckens, • zur Injektion von Botulinumtoxin A in den Detrusormuskel, • für die periurethrale Injektionstherapie an Schweineblasen, sowie • für Übungen zum Platzieren der Elektrodennadeln der sakralen Neuromodulation bereitgestellt. Begleitet wird der Workshop von Kurzvorträgen zu den einzelnen Operationsverfahren. Themen und Ziele sind u. a.: Erlernen der richtigen Indikationsstellung und Durchführung der Operationen unter Berücksichtigung der Erfolgsraten und Komplikationen sowie Weitergabe von Tipps zu deren Vermeidung. Im Gespräch mit den Experten/Expertinnen besteht die Möglichkeit zum persönlichen Fachgespräch über urogynäkologische operative Verfahren.

 

Die Urodynamik ist die einzige Untersuchungsmethode, um die Pathophysiologie verschiedener Funktionsstörungen des unteren Harntraktes zu identifizieren. Ergänzend zu einer suffizienten Basisdiagnostik liefert sie die Information, die zu einer exakten Klassifikation von Funktionsstörungen des unteren Harntraktes benötigt wird. In diesem Kurs werden Mitglieder des Arbeitskreises Urologische Funktionsdiagnostik und Urologie der Frau zusammen mit Herrn Engels anhand eines Lehrfilms sowie in Referaten und Falldemonstrationen entscheidende Tipps und Tricks zu Geräte- und Katheterkunde sowie zur Vorbereitung, Durchführung, Fehlererkennung von urodynamischen Messungen geben.

 

Urologen, Gynäkologen und Koloproktologen behandeln Krankheitsbilder des kleinen Beckens, deren pathophysiologisches Verständnis Grundlage der Therapie ist. Die diagnostische Sonographie hat hierbei einen sehr hohen Stellenwert – nehmen Sie diese "Bildung" für Ihre tägliche Praxis mit!

 

style="text-align: justify;">Die Pessartherapie ist speziell in Deutschland stark vernachlässigt worden und praktisch aus der Facharzt/Fachärztin-Weiterbildung herausgenommen worden. Der Kurs soll helfen, diese Lücke zu schließen.

Pessartherapie in der Praxis

Pessartherapie post partum und im Peri-/Postklimakterium zur Therapie von Harninkontinenz und Prolaps; Diagnostik des Beckenbodens (einschließlich 4D-Beckenbodensonographie) und Indikationsstellung; Adjuvants bei der Pessartherapie

Pessartherapie in der Klinik

Der Kurs vermittelt Tipps und Tricks, wie die gute Pessargröße und Form ermittelt wird. Klinische Studien zur Pessartherapie werden vorgestellt. Ein sicherer Umgang mit der Pessartherapie und ein gutes Heranführen der Patientin an diese Therapieform in der urogynäkologischen Sprechstunde der Klink wird durch den Kurs vermittelt.

 

 

Beckenboden- oder Inkontinenzoperationen können zu einer Mitbehandlung des Urogenitaltraktes führen. Die konsequente intraoperative Anwendung urologischer Operationstechniken verbessert hierbei das operative Ergebnis für die Patientin. Urologische Diagnostik wird in die prä- und postoperative Behandlung integriert werden. Somit werden Verletzungen des Urogenitaltraktes frühzeitig erkannt und durch modernes Komplikationsmanagement effektiv therapiert. Dieser Workshop soll die gängigsten operativen urologischen Operationstechniken wie Harnleiternaht, End-zu-End-Harnleiteranastomose, Harnleiterneoimplantation, Blasennaht, kontinente und inkontinente Harnableitungen (Ileum-Conduit, Neoblase, Ureterocutaneoneostomie), Ureter-Stenteinlagen (DJ, MJ, Nephrostomie, Allium-Stent) sowie die Diagnostik und das typische Komplikationsmanagement näherbringen. Grundlegende Techniken und pragmatische Tipps und Tricks werden praktisch an Übungsmodellen in Gruppen an vier Modellen vermittelt.
-  Model I: laparoskopische und offene End-zu-End-Harnleiteranastomose
- Model II: laparoskopische und offene Harnleiterneoimplantation
- Model III: Harnleiter-Stenteinlage in Seldigertechnik (DJ, MJ, Alliumstent)
- Model IV: transurethrale Naht mittels Minimal Suturing Device (MSD)

 

Im Workshop „Interdisziplinäre Pelvic Floor Sonographie“ werden durch Bilder und kurze Videosequenzen die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten der Sonographie in der Urogynäkologie dargestellt. Dazu werden die anatomischen Grundlagen und die sonografischen Normalbefunde erläutert. Pathologische Sonographie-Befunde werden inklusive des analen Sphinkterkom plexes erörtert und in Bezug auf Operationen, sowie die sich daraus ergebenden therapeutischen Konsequenzen gemeinsam diskutiert. Außerdem demonstrieren Physiotherapeutinnen therapeutische Anwendungsmöglichkeiten der Sonographie zur Behandlung urogynäkologischer Erkrankungen.

 

Wir werden über das aktuelle Thema Botulinumtoxin in der Urologie – Theorie und Praxis sprechen, Ihnen verschiedene Operationstechniken vorstellen und neue Abrechnungsmöglichkeiten darlegen. Interessierte Kollegen können unter unserer Anleitung Botox im Rahmen des „Hands-on Trainings“ eigenhändig injizieren. Mit der Zulassung von Botulinumtoxin-A bei neurogenen Blasenfunktionsstörungen und der OAB eröffnen sich mannigfache Therapiemöglichkeiten für den Urologen, die auch ambulant eingesetzt werden können.

09.00 Botulinumtoxin - eine Einführung Anticholinergika versus Botox – eine Patientenselektion
09.30 Botulinumtoxin - Anwendungsgebiete in der Urologie
           Neurogene Blase
           Syndrom der überaktiven Blase (OAB)
10.15 Hands- on Training
11.30 Botulinumtoxin - Abrechnungsmöglichkeiten in der urologischen Praxis und Belegarztabteilung

 

Der Workshop „Sakrale Neuromodulation“ dient dazu, nicht nur Indikationen dieses Operationsverfahrens auf urologischem und proktologischem Fachgebiet kennenzulernen und dessen Erfolgsraten abschätzen zu können, sondern insbesondere auch der Vermittlung weiterführender Kenntnisse in Anatomie und OP- Technik. So wird u. a. die Operationstechnik durch Foto- und Filmsequenzen demonstriert und die Möglichkeit gegeben, unter Anleitung erste Schritte am Phantom zu unternehmen.